Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Meditative Texte zum Erden, Energetisieren, Entspannen für Juli, 2009.
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Archive für Juli 2009
Französischer Stadtsommer
14.7.2009 von admin.
Wir fahren nach Nancy. An der Rheinfähre Kappel setzen wir über. Ich schaue aus dem Fenster und genieße das bunte Le¬ben, das sich meinen Augen bietet. Nach sieben Kilometern durch einen Tunnel sind wir auf der Westseite der Vogesen.
In greller Mittagssonne liegt Baccarat. Wir schlendern durch die Kristallgalerien. Glas in den schönsten Formen. Lüster, Leuchter, Gläser - alles blitzt und funkelt in der Sonne. Ich kaufe mir Ohr¬klips aus Strass. Viele kleine Steine funkeln dar¬auf. Ich entdecke Tiere aus Glas in vielen Größen. Vier Ele¬fanten aus Rauchglas ziehen meine Blicke an. Ob sie um Mit¬ternacht alle lebendig werden? Ich kann es mir gut vorstellen.
Nancy … eine große Stadt mit Industrie und Hochhäusern. Aber das alles vergisst man, sobald man auf dem Platz Stanis¬lav steht. Trotz vieler Autos ist dort die Romantik erhalten. Der Brunnen sprudelt fröhlich. Göttinnen und Engel spielen mit den Blüten des überquellenden Füllhorns. Museum Nau¬tique. Bunte Fische in schillernden Farben, wie ich sie noch nie zuvor sah. Sie haben bizarre Formen, Dra¬chen und Seeungeheuern gleich. Ich bewun¬dere die Vielfalt der Natur, den Einfallsreichtum, hinter dem jede menschliche Idee blass oder nachgemacht erscheint.
Es ist fast Feierabend, als wir in die Markthalle kommen. Ich kaufe noch schnell ein paar süß duftende Melonen. Ein Hauch von Ferien umgibt sie, vollreif wie sie sind. Heiß strahlt die Sonne. Ein milder Wind umspielt mich zärtlich. Die Luft ist voll von Düften. Es riecht nach Farbe, Parfüm und Gebra¬tenem. Ein kleiner Junge mit mittelbrauner Haut und nackten schwarzen Füssen kommt auf mich zu. Seine schwarzen Loc¬ken umrahmen sein schmuddeliges Gesicht. Sein braun-weiß kariertes Hemd und seine Jeans müssten auch mal gewaschen werden. Der Junge hält mir einen großen Zet¬tel hin, be¬schrieben mit Worten, die ich nicht lesen kann. Er spricht schnell wie ein Wasserfall, ver¬beugt sich, legt den Zet¬tel vor mich auf den Tisch, seine Hände legen sich zu einer bittenden Geste aneinander. Blitzschnell drückt er einen Kuss auf mei¬nen Oberarm und schaut mich mit großen ängstlichen Augen bittend an. Ich habe nur deutsches Geld, das will er nicht. Er geht an den nächsten Tisch und ver¬sucht es bei den Nächsten.
Zwei männliche Gestalten sprechen uns an, wollen zwei Francs von uns haben. Sie versuchen alles Mögliche, aber die fremde Sprache bietet uns Schutz. Wir schlendern zur Kirche St. Seba¬stian. Eine alte Frau hält uns die Türe auf. Ihr Kleid ist zerrissen. Mit einer knallroten Strickjacke hält sie es wie mit einem Gürtel zusammen. Sie hofft, durch das Türaufhal¬ten ein paar Franc zu bekommen. Unglücklich sieht sie nicht aus.
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Sommer
14.7.2009 von admin.
Seit Wochen brannte die Sommersonne auf das Land und es fiel kein Regen. Die Wiesen verdorrten. Bäume ließen ihre Blätter hängen. Im Garten musste man ständig gießen … som¬merliche Hitze ohne Abkühlung und kein Ende war abzuse¬hen.
Doch heute Morgen war der Himmel grau und es regnete. Die Menschen freuten sich und begrüßten den Regen mit Erleich¬terung. Alles ist nass, die Regentropfen klingen wie Musik in meinen Ohren. Regen … wie schön er ist!
Wie die Tropfen gegen die Scheiben klatschen und in schnel¬lem Zickzack nach unten rinnen … wie sie von den Blättern fallen nach unten streben … wie sie die ausgetrocknete Erde treffen und sofort gierig aufgesaugt werden …
Mit lautem Klatschen landen die Tropfen in der großen Zink¬badewanne. Eine Dahlienblüte streckt ihre Blütenblätter wie einen umgekehrten Regenschirm dem lebensnotwendigen Was¬ser entgegen und fängt es auf, trinkt es mit allen Fasern, die ihr zur Verfügung stehen. Wie Perlen und Diamanten glänzen die Tropfen auf den Blättern des Frauenmantels. Kleine Tiere brin¬gen sich schnell in Sicherheit, nachdem sie sich zuvor an dem kostbaren Nass gelabt haben.
Ich stehe im Garten und lasse mich auch beregnen. Meine Haare sind nass und ich schüttele sie fröhlich. Mit der Zunge lecke ich die fließenden Tropfen von meinen Lippen. Meine nackten Füße suchen die Pfützen und wühlen sich fröhlich in die fast schon schlammige Erde. Regen … dankbar blicke ich zum wolkenver¬hangenen Himmel!
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Begegnung
14.7.2009 von admin.
Ich ging mit einem Freund spazieren. Wir hatten uns an den Händen gefasst und schlenderten gemütlich über den Rhein¬damm. Kurz bevor wir ans Wehr kamen, sah ich etwas auf dem Boden liegen. Ich riss etwas an Walters Hand, um seine Vor¬wärtsbewegung zu bremsen. Er blieb erstaunt stehen und ich bückte mich, um besser sehen zu können.
Zuerst hatte ich das Etwas für eine Eidechse gehalten, doch nun sah ich das Tier aus der Nähe. Es war eine Schlange. Sie war sehr dünn und etwa 30 cm lang. Unbeweglich lag sie vor mir. Ihre Haut schimmerte tief dunkelgrün, an den Seiten lief ein schwarzes Strichmuster. Am Hals hatte sie einen zweiteili¬gen weißen Kragen und die Zunge zischelte in dunkelblau. Ein wun¬dervolles Farbenspiel, das sich uns da bot.
Fasziniert betrachtete ich das schöne Tier noch eine ganze Weile. Dann berührte ich es zart und vorsichtig am Ende sei¬nes Körpers. Zuerst reagierte es nicht, aber dann erhob es seinen Oberkör¬per von der Erde. Langsam und majestätisch bewegte die Schlange sich vorwärts. In großen S-Bögen be¬wegte sich der feine Körper ohne Angst und Eile auf das Gras am Damm zu. Nie war der Kopf am Boden.
Ich genoss den Anblick und fühlte mich beschenkt und sehr glücklich. Ich mochte Schlangen schon immer, hatte nie Angst oder Ekel vor ihnen. Sie erwecken Ehrfurcht in mir und tiefe Liebe.
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Mitreißend
14.7.2009 von admin.
Gabriele, Dieter und ich waren in der Stadt im Schwimmbad. Es war schön warm, aber am Abend zog sich blitzschnell ein Unwet¬ter zusammen. In starkem Regen fuhren wir zu unse¬rem Quar¬tier. Grosse und kleine Steine blockierten die Strasse. Ei¬nige konnten wir umfahren, andere mussten wir erst wegräu¬men. Es war stockdunkel, nass und schrecklich ungemütlich. Bis zum Parkplatz schafften wir es gut, doch nun lag noch der steile Weg runter bis zur Casa vor uns. Inzwischen war es stockfinster. Der Regen rauschte unaufhörlich und hatte den Weg in einen reißenden Bach verwandelt. Gabriele hatte Angst, denn wir hatten weder Regenschirm noch Taschen¬lampe im Auto.
Das Wetter schreckte mich nicht. Die Naturgewalten hatten es mir schon immer angetan und machten mir keine Angst. So ging ich durch den strömenden Bach alleine den Berg hinun¬ter. Si¬cher fanden meine Füße festen Halt. Der Regen durch¬nässte blitzschnell meine sommerlichen Kleider bis auf die Haut. Doch das störte mich nicht. Ich war fröhlich und fühlte mich wie auf einer Abenteuerreise.
Im Zimmer holte ich Schirm und Taschenlampe und ging zu¬rück zum Auto. Auch diesmal fand ich den Weg durch das rauschende Wasser problemlos. Anschließend führte ich Ga¬briele und Dieter den Weg, leuchtete ihnen mit der Lampe, redete ihnen gut zu und verscheuchte so ihre Unsicherheit. Wir kamen triefnass ins Zimmer. Erleichtert seufzten wir alle, weil wir nun wieder sicher und geborgen waren.
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Frühling in Teneriffa
14.7.2009 von admin.
Gestern kam ich hier an und ich fühle mich so schwer wie die Felsen und Steine, die hier den größten Teil der Insel bedecken. Doch auf dem Weg vom Flughafen gab es Überraschun¬gen. Da standen, mitten in einer Felswüste blühende Bäume. Im Dämmerlicht der versinkenden Sonne leuchteten rosa Blüten wie Sterne aus einer anderen Welt …
Es stürmt und regnet und es ist Frühling … Mein Auge erblickt die vielen kahlen Felsen und dazwischen Schluchten, die mit kräftigem Grün gefüllt sind. Ich warte ungeduldig, dass es trocken wird, damit ich die Umgebung entdecken kann.
Schon nach kurzer Zeit scheint die Sonne wieder - und wie heiß sie scheint. Die Steine dampfen und das Wasser auf den Blättern ist längst bis ins Innere gedrungen. Jetzt hält mich nichts mehr drinnen, jetzt muss ich raus und die Natur um mich herum entdecken. Ich fühle mich wie vor einem großen Abenteuer …
Der Weg vor mir ist trocken. In den Ritzen der Steinmauer son¬nen sich Eidechsen. Langsam und behutsam bewege ich mich, um sie nicht zu stören. Sie liegen träge da, aber ihre Augen scheinen aufmerksam zu sein. Ohne Worte spreche ich mit die¬sen seltsamen Wesen. Ich sage ihnen, dass sie sich vor mir nicht fürchten müssen. Ich freue mich, dass sie da sind und nicht vor mir flüchten. Ich glaube, sie können mich verstehen.
Mein Blick wird von einer Pflanze gefangen, die ihre dicken, wasserspeichernden Blätter in einer großen Rosette über den Steinen ausbreitet. Graugrün schimmern die fleischigen Blät¬ter und aus der Mitte erhebt sich auf einem dünnen Stängel eine zarte gelborange Blütenrispe. Ich kenne diese Pflanze, hatte sie schon oft im Blumentopf, da war sie auch schön, aber klein. Ich bin beeindruckt von der Pflanze in ihrer natürlichen Umgebung - wie sie sich hier ausbreitet, wie groß sie ist und wie schön, dass ich sie trotzdem wieder erkenne.
Ich steige langsam ins Tal, da wo ich leise ein Wässerchen murmeln höre. Silbrige Äste ohne Blätter recken sich mir in den Weg. Ich schaue und entdecke an den Astenden dicke grüne Knoten … sind es Knospen, Blüten oder Früchte? Versonnen gehe ich weiter. Hoch über mir ragen jetzt die Felsen in den Himmel. Auf einem Vorsprung wächst eine Pflanze, einem Löwenzahn ähnlich. Eine breite Rosette fächert ihre Blätter um den hohen Stiel, auf dem kräftig gelbe Blüten wie Sonnen leuchten. Wunderschön … wunderschön ist diese ursprüngliche und unverdorbene Natur. Ich setze mich auf einen Stein und trinke mit meinen Augen alles, was sich mir bietet …
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Besinnliches von Rahel
14.7.2009 von admin.
Schon lange suche ich nach einer eleganten Möglichkeit, meine besinnlichen Texte zu veröffentlichen. Mit diesem BLOG habe ich sie gefunden und das freut mich. Das Internet und seine Möglichkeiten gefallen mir, meines Jahrgangs (1946) nicht grundsätzlich zutrifft. Da ich mich immer freue, wenn viele Menschen meine Texte lesen, freue ich mich, wenn diese Texte manchmal ausgedruckt werden.
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